Erkenntnis aus Nordkorea: Für Solarenergie scheint die Sonne auch Nachts

Bärbel HöhnDer offizielle Bericht der Reise der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe nach Nordkorea liegt bislang noch nicht vor. Dennoch macht die grüne Politikerin Bärbel Höhn bereits deutlich: „Auch in Nordkorea halten Photovoltaikanlagen Einzug, um Nachts Strom zu haben.“ So dokumentiert in einem etwas verunglückten Posten der Politikerin auf Twitter.

 
Den CDU-Abgeordneten Michael Fuchs und Philipp Lengsfeld fiel die etwas missratene Bilanz auf und sie kommentierten fleißig. Denn Höhn scheint sich nicht bewusst zu sein, dass Solaranlagen in Nordkorea nicht Ausdruck eines neuen Umweltbewusstseins, sondern der Mangelwirtschaft eines totalitären Regimes sind. Das Regime, welches Höhn hier feiert, steckt die raren Finanzen lieber in den Ausbau seiner Atomstreitkräfte, als seine Bevölkerung ausreichend mit dem nötigsten zu versorgen.

Beiden CDU-Politikern war scheinbar die Huldigung eines Massenmörders und menschenverachtenden Regimes doch etwas peinlich. Höhn merkte dies jedoch gar nicht legte nach: sie verglich die Diktatur Nordkoreas mit den Errungenschaften der größten Demokratie der Welt in Indien.

 

Höhn ist derzeit nicht die einzige grüne Politikern, die fern der Heimat auf Kosten des Steuerzahlers tourt und – vorsichtig ausgedrückt – verunglückte Postings hinterlässt. Aus Washington zwitscherte die grüne Verbraucherschutzpolitikerin Renate Künast „Washington in Washington. Und ich.“ – während sie vor dem Lincoln Memorial stand. War es mangelnde Allgemeinbildung, schlechte Vorbereitung – oder einfach schlichtes Desinteresse? Dies ist wenig bekannt und die daheim gebliebenen Mitarbeiter korrigierten den Voba ihrer Chefin auch rasch. Bekannt sind jedoch die zahlreichen weiteren Postings, die eher von einer der berühmten Bundestagsshoppingtouren sprechen.

Und auch der grüne Sportpolitiker Özcan Mutlu glänzte vor allem auf einer Reise des Sportausschusses in San Francisco mit dem Posting seiner persönlichen Bestleistung anstatt mit inhaltliche Fragen.

 

Hier stellt sich erneut die Frage, was die ausgedehnten Reisen der Bundestagsabgeordneten eigentlich für einen Sinn haben. Die grünen Bundestagsabgeordneten können dies nicht beweisen, sondern schlagen allen den Abgeordneten einen ins Kontor, die wirklich an ernsthaften Gesprächen und der Verbesserung der parlamentarischen Beziehungen ein Interesse haben.

So dienen die Reisen doch mehr dem Fremdschämen als dem Erkenntnisgewinn.

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Posted on November 2, 2015, in Özcan Mutlu, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Bärbel Höhn, Nordkorea, Renate Künast, Transparenz and tagged , , , , . Bookmark the permalink. Leave a comment.

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